Mit Scrum4Schools die Hochschullehre revolutionieren

Klassischer Frontalunterricht wird an Hochschulen seit geraumer Zeit immer seltener. Nicht zuletzt durch das Prinzip der Kompetenzorientierung gibt es in Vorlesungen & Seminaren zunehmend aktive und interaktive Lehrveranstaltungselemente zwischen Studierenden und Dozenten. Dennoch lässt sich oft beobachten, dass sich die Studierenden über das Geforderte hinaus nicht selbst für die Entwicklung ihrer Kompetenzen verantwortlich fühlen. Verstärkt wird das durch die „klassische“ Haltung, sich in erster Linie auf das Erbringen der Prüfungsleistung am Ende der Veranstaltung zu fokussieren.

An der Hochschule München wird diese Problematik im Masterstudiengang Betriebswirtschaft auf spezielle Art adressiert: Bereits im zweiten Jahr werden Teile einiger Lehrveranstaltungen von den Studierenden projekt- und selbstorganisiert durchgeführt. Der Dozent führt in die Veranstaltungsthematik ein, danach haben die Studierenden die Verantwortung, das Thema zu vertiefen. Sie selbst gestalten das Semester und entwickeln daraus eine Studienarbeit, die als Prüfungsleistung angerechnet wird. So gelingt eine didaktische Wende: Weg von der Vermittlung von Wissen hin zur selbstgesteuerten Aneignung von Wissen und Kompetenzen.

Während und nach der Lehrveranstaltung konnte beobachtet werden, dass die Studierenden früher mit dem Bearbeiten der Aufgaben begannen und dass sie sich wesentlich verantwortlicher für den Fortschritt fühlten. Beschleunigt wurde der Einstieg in die neue Lehrmethode durch die Zusammenarbeit mit der borisgloger consulting GmbH, die interessierte Bildungseinrichtungen bei der Einführung und Umsetzung von Scrum4Schools pro bono unterstützt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? In dem Vortrag wird auf die Herausforderungen eingegangen, die es bei dem Design der Lehrveranstaltung zu überwinden galt. Die Zuhörer erfahren, welche Möglichkeiten es gibt Scrum im Bildungskontext anzuwenden. Das Scrum4Schools Konzept ist adaptierbar und lässt sich auf verschiedene Bildungskontexte, wie beispielsweise Schulen oder das Corporate Learning Umfeld übertragen. Die Zuhörer kennen nach dem Vortrag das Grundkonzept und können es auf ihren eigenen Kontext übertragen.

Carsten Rasche, borisgloger consulting GmbH

Prof. Dr. Holger Günzel, Hochschule München

Carsten Rasche, borisgloger consulting GmbH
Prof. Dr. Holger Günzel, Hochschule München

14. März 2019

10:40 - 11:25

Level 100

Bildung; Hochschulen; Schule; HR; Corporate Learning

 

Carsten Rasche, borisgloger consulting GmbHSeine ersten Erfahrungen mit userzentrierter Produktentwicklung, mit Scrum und Agile hat Carsten Rasche direkt im Silicon Valley gesammelt. Den Arbeitspsychologen fasziniert natürlich, wie sich die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden auf die interne Organisation eines Unternehmens aus-wirkt. Zukunftsweisende Themen wie Digital HR faszinieren ihn dabei genauso wie der Umgang mit Kommunikation und Konflikten in Veränderungsprozessen und die Gestaltung neuer Arbeitsformen. Bereits während seiner Schulzeit hat er begonnen sich ehrenamtlich im Bildungsbereich zu engagieren. Dieses Thema beschäftigt ihn noch immer. Deswegen hat er mit einigen Kollegen bei borisgloger consulting Scrum4Schools gestartet. Pro Bono unterstützt er die Einführung und Verwendung von Scrum an Schulen und Universitäten.

Prof. Dr. Holger Günzel, Hochschule MünchenProf. Dr.-Ing. Holger Günzel ist seit September 2007 Professor für Prozess- und Informationsmanagement an der Hochschule München. Aktuell koordiniert er den Masterstudiengang „Digital Technology Entrepreneurship“ an der Fakultät für Betriebswirtschaft. Er initiierte das Learning Lab “Digital Technologies” (www.LL4DT.org) und das Co-Innovation Lab (www.co-inno-lab.org). Zwischen 2013 und 2016 konnte er als Dekan die Fakultät für Betriebswirtschaft gestalten und voranbringen. Von 2001 bis 2007 war er bei der IBM Global Business Services als Führungskraft und in der Beratung beschäftigt.

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