Moderation von Torben Mülchen
Track "Innovation & Time-to-market"
Agile Ansätze für die Entwicklung von Konsumgütern – Erfahrungen aus der Praxis (10:30-11:15)

In diesem Vortrag wird beleuchtet, welche Missverständnisse in Unternehmen bezüglich agiler Methoden bestehen. Zudem wird aufgezeigt, wie der Nutzen agiler Methoden auf die Entwicklung klassischer, physischer Konsumgüter gehoben werden kann, ohne die Besonderheiten dieser zu ignorieren. Anhand eines konkreten Beispiels wird aufgezeigt, wie die Lernkurve in einem Unternehmen verlaufen ist und was sich daraus lernen lässt.

Referent: Dirk Ploss, Beiersdorf AG

innovation@engram – Mut, Fokus und Geschwindigkeit – Verankerung eines Innovationsprozesses bei einem IT-Unternehmen für Finanzdienstleister (Banken und Sparkassen) (11:35-12:20)

Wer ist die engram GmbH in Bremen?
Was macht die engram stark und warum sind für uns Innovationen wichtig?
Was haben wir in der Vergangenheit getan?
Was machen wir jetzt anders?
Wie sind wir weitergekommen?
Was hat uns geholfen und was hat uns zurückgehalten?
Wer sind die Beteiligten?
Welche Rollen spielen Kunden?
Was haben wir bislang erreicht?
Wo wollen wir hin?

Referent: Oliver Ludwig, engram GmbH

Mehr Agilität für Corporate Innovation – im Spannungsfeld zwischen hoher Veränderungsgeschwindigkeit und breiter Unterstützung aus dem Unternehmen. (14:40-15:25)

Lerne, wie Innovation in einem Corporate Umfeld gelingen kann. Du erfährst, warum es oftmals ein Trade Off zwischen hoher Veränderungsgeschwindigkeit und dem Mitnehmen der Organisation gibt und warum es sinnvoll ist, den Fokus sowohl mal auf die die Geschwindigkeit, als auch mal auf die Organisation zu legen.

Referent: Christoph Homeier, BLG LOGISTICS GROUP

Agile and Corporate – Erfolgreiche agile Keimzellen im Konzern (hoffentlich) (15:45-16:30)

Agiles Arbeiten in großen Unternehmen entsteht punktuell. Ist man selbst Teil einer solchen Keimzelle, ist man „schon weiter“, man hat dem Rest des Konzerns etwas voraus. Von außen hingegen wird man belächelt oder sogar gefürchtet. Meist jedoch eines: Nicht verstanden und als inkompatibel abgestempelt. Wie also beide Arbeitsweisen verbinden und die Vorteile beider Welten nutzen? Best Practices aus dem Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk.

Referent: Christoph Bialdyga, Mercedes-Benz AG

Agilität in der Entwicklung von Medizinprodukten (16:50-17:35)

In der Entwicklung von Medizintechnikprodukten, unabhängig ob es sich dabei um Hard- oder Software handelt, befinden sich Projektteams in den meisten Fällen in einem komplexen System wider. Neuste Technologien, differenzierte Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen sowie landesspezifische regulatorische Anforderungen bestimmen den Alltag. In Ergänzung dazu sind auch Medizintechnikhersteller gezwungen diesen Anforderungen in kürzeren Release-Zyklen, bei individueller Erfüllung der Kundenanforderungen im Markt Rechnung zu tragen. Im Vortrag zeigt Constantin Hoya den Weg, den Olympus Surgical Technologies Europe aktuell geht. Auf Basis des Dreiklangs aus Projekt, Technologie und Markt stellt er die Beweggründe, den eingeschlagenen Weg und die gesammelten Erfahrungen vor. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Menschen in den beteiligten internationalen Projektteams und deren Linienführungskräften. Die Sammlung der notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Implementierung von Agilität in der Medizintechnikentwicklung und einen Ausblick auf die notwendigen nächsten Schritte runden diesen Vortrag ab.

Referent: Constantin Hoya, Olympus Surgical Technologies Europe

Mit Agilität und 3D-Druck gegen die Pandemie (17:55-18:40)

Seit dem 27. April 2020 gilt in Deutschland die Maskenpflicht. Während für den privaten Gebrauch zu Beginn der Pandemie auch selbstgebastelte Gesichtsbedeckungen zulässig waren, müssen Masken im Gesundheitswesen dagegen strengere Mindestanforderungen erfüllen. Dadurch gab es gerade zu Beginn der Pandemie extreme Engpässe an medizinischer Schutzausrichtung im Gesundheitswesen. Um dem entgegenzuwirken hat ein agiles regionales Projektteam Gesichtsschilder entwickelt und produziert. Innerhalb weniger Tage gab es bereits den ersten Prototyp.

Das crossfunktionale Team bestand aus Medizinern, Fachpflegern für Anästhesie und Intensivmedizin sowie vier Wissenschaftlern des DMRC aus Paderborn. Mithilfe von additiven Fertigungsverfahren wurde die Region kurzfristig mit industriell hergestellten Gesichtsschildern versorgt.

In der Frühphase des Projekts verschafften sich die Beteiligten in Videokonferenzen zunächst einen Überblick über den aktuellen Markt, diskutierten Ideen, Prototypen und medizinische Einsatzmöglichkeiten. Iterative inkrementell wurde ein Gesichtsschild entwickelt, dass den medizinischen und hygienischen Anforderungen eines Krankenhauses entspricht.

Mittlerweile haben sich viele Partner und Sponsoren der Initiative angeschlossen. Zusätzlich zu der Auslieferung von Gesichtsschildern stellt das DMRC die Konstruktionsdateien zum Nachbauen kostenfrei auf der Seite www.dmrc.upb.de/content/downloads zur Verfügung. So können überall auf der Welt nach diesen Dateien Gesichtsschilder gedruckt werden.

Referent*innen: Dr. Miriam Sasse, Arvato Systems & Dr. Christian-Friedrich Lindemann, Universität Paderborn

Torben Mülchen

Torben Mülchen ist Teil von 'CREW - zusammen innovativ'. Während seiner mehrjährigen Konzern- und Startup-Erfahrung hat Torben gelernt, was es für erfolgreiche Corporate Innovation braucht und seine ganze Erfahrung in den Aufbau von CREW eingebracht. CREW berät Unternehmen bei der Einführung und Weiterentwicklung von Innovationsökosystemen sowie der Umsetzung von innovativen Produkten, Prozessen, Services und Geschäftsmodellen - von der Strategie bis zur Skalierung. Und auf Wunsch mit dem gesamten Potential der team neusta digital family.

Torben Mülchen

Zurück

© 2022 Softwareforen Leipzig