Moderation von Natalija Hellesoe
Track "Organisationsentwicklung"
"Business Agilität” mit Beta - Wie “agile Transformationen” endlich ihr Versprechen einlösen (10:30-11:15)

Weltweit werden wir gerade Zeuge scheiternder “agiler Transformationen”. Wir erleben, wie agile Initiativen einschlafen, abrupt für beendet erklärt werden und ihre Ergebnisse weit hinter die in sie gesteckten Hoffnungen zurück bleiben. Vielerorts bleibt Frustration und Zynismus zurück, wo man sich vor wenigen Jahren noch auf dem Weg in die Zukunft wähnte. Was ist da los? Ist “agil” tot? Im Gegenteil! Die agile Bewegung hat noch nicht einmal richtig begonnen. Es gibt schlicht keine Alternative zu adaptiven, schnellen und dynamikrobusten Organisationen, die für die bleibende Komplexität in der Welt gemacht sind. Um jedoch einen nennenswerten Beitrag zur Wertschöpfung leisten zu können, sollten "agile" Prinzipien wie "Ende-zu-Ende Verantwortung" und zugehörige Praktiken viel konsequenter in Organisationen eingebettet werden. Nicht “agil” ist im Begriff zu scheitern, sondern “Command-and-Control”!

Referent: Stefan Willuda, idealo Internet GmbH

„Wir nehmen in der Transformation alle mit.“ – Echt jetzt? (11:35-12:20)

Menschen entscheiden das Gelingen von Transformationen - eine Einladung zum gemeinsamen Austausch

Sollten Menschen in einer agilen Transformation mitgenommen oder abgeholt werden? Oder braucht es nicht vielmehr ein Einladen zur Mitgestaltung?

Wir meinen, letzteres ist der Fall! Doch wie sollte das konkret aussehen?

Damit Menschen in Transformationsprozessen die aktiv Gestaltenden sein können, braucht es einen differenzierten Blick auf die verschiedenen Kommunikations- und Verhaltensmuster sowie auch auf die Bedürfnisse der verschiedenen Persönlichkeitstypen im Unternehmen. Jeder Mensch agiert in Zeiten des Wandels sehr individuell aufgrund seiner eigenen Vorerfahrungen, Bedürfnisse, Motivatoren und Stressoren.

Anja Walter und Ulrike Melzer führen in Verhaltenspräferenzen verschiedener Persönlichkeitstypen in Zeiten der Transformation ein, diskutieren mögliche Ansätze für herausfordernde Situationen und teilen Praxisbeispiele und Work Hacks.

Ob nun als Servant Leader, agile Rolle oder Transformations-Architekt die gelungene Zusammenarbeit von Menschen in Transformationen geht uns alle an.

Referentinnen: Anja Walter, HDI Global SE & Ulrike Melzer, Melzer Consulting

Agilität und Arbeitsrecht – Ist die Freiheit noch da? (13:30-14:15)
  • New Work in der arbeitsrechtlichen Beratung
  • Grundsätze des Arbeitsrechts und Gestaltungsmöglichkeiten
  • Wieviel Freiheit ist möglich im Hinblick auf Gehalt und Co.?

Referentin: Verena Albrecht, Arbeitgeberverband Oldenburg e.V.

Motive und Werte - welche meinen Agilität ernst? (14:35-15:20)

Agilität ist mehr als eine neue Methode oder Prozesse. Es ist vielmehr eine Haltung und ein Wertesystem. Im Gegensatz zu Methoden und Prozessen lassen sich Haltungen und Werte nicht einfach in Seminaren schulen oder durch Ablaufdefinitionen festlegen.

Wie also kann man gemeinsam die Grundlagen der Agilität erleben, erfahren und diskutieren um einen individuellen Weg hin zur Agilität zu finden?

Diese und weitere Fragen wird im Beitrag beleuchtet.

Hinzu kommt, dass die Anforderungen an Organisationen, Teams und Menschen immer komplexer werden . Um mit dieser Komplexität erfolgreich zu bleiben oder zu werden, brauchen wir eine neue Form des Miteinander wie das agile Mindset. Was sind die dafür erforderlichen Prinzipien, Werte und Haltungen? Gibt es einen Orientierungsrahmen oder eine Art „Mastercode“?

Die gute Nachricht: Es gibt Orientierung und auch eine Art "Mastercode" der Menschheit. Dieser hilft uns unseren individuellen Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu finden.

Referentin: Claudia Simsek-Graf, viadee Unternehmensberatung GmbH

Wie Innovation in agilen Organisationen gelingen kann - systemtheoretisch ergründet (16:00-16:45)

Wenn Innovation in einer Organisation erfolgreich durchgeführt werden soll, muss diese automatisch agil arbeiten. Denn Innovation heißt neue Wege zu beschreiten und klassische Prozesse und Strukturen der Arbeitsorganisation verlassen zu können.

Aber stimmt das?, sind nur agil arbeitende Organisationen dazu fähig erfolgreich zu innovieren?, und was heißt dies für nicht-agil organisierte Unternehmen? Um hierfür smarte Antworten zu finden, laden wir in unserem Vortrag dazu ein, ein systemtheoretisch fundiertes Verständnis von Organisation und Innovation zu entwickeln.

Ein zentraler Startpunkt ist für uns die Paradoxie der Selbstreferenz, d.h. der "Unmöglichkeit" Neues innerhalb eines sich selbst erhaltenden Systems zu erkennen und zu schaffen. Konkreter gefragt: wie können etwa Entscheidungsprämissen in Organisationen so gestaltet werden, dass sie Innovation ermöglichen und welchen Beitrag leistet dabei das Konzept der "brauchbaren Illegalität"? Oder wie muss eine Organisation aufgestellt sein, um Variationen zu erkennen, zu fördern und wirksam werden zu lassen – und dabei gleichzeitig stabil und „sie selbst“ zu bleiben?

Auf systemtheoretischer Basis bieten wir Erklärungsmuster für diese und weitere Problemstellungen, welche sowohl nicht-agile als auch agil arbeitende Organisationen, die kontinuierlich Innovation betreiben wollen, beschäftigen. Wir leiten daraus Vorschläge ab, wie Organisationen scheinbare Widersprüche in der Praxis konstruktiv lösen können. So viel darf vorab verraten werden: ein wichtiger Schlüssel wird die Betrachtung von Macht und Machtstrukturen Organisationen sein.

Referent*innen: Marion Schenk, SIFB & Moritz Avenarius, Zukunftslotse Hamburg

Natalija Hellesoe

Natalija ist Unternehmerin, Trainerin und Coach und konzentriert sich vor allem auf die Themen Leadership & Responsibility, OKRs sowie auf remote Zusammenarbeit.
Sie unterstützt Organisationen, Teams und Individuen dabei ihre Herausforderungen besser kennen zu lernen, relevante Ziele zu definieren und sich kontinuierlich zu verbessern.

Vor ihrer Selbstständigkeit war Natalija viele Jahre im an der Schnittstelle zwischen HR, IT und Kommunikation tätig und hat Transformationen in verschiedenen Organisationen begleitet. Ihre Arbeit ist geprägt durch Perspektivwechsel und dem Experimentieren mit neuen Möglichkeiten, die sie aus der Zusammenarbeit mit globalen Netzwerken, ihren Reisen und der großen Freude an persönlicher Weiterentwicklung schöpft.

Natalija Hellesoe

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