Moderation von Kai Brausewetter
Track "Deep Dive"
Die Psychologie der digitalen Zusammenarbeit - Facts und Hacks (10:30-11:15)

Seit fast zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie unsere Arbeitswelt. Wir arbeiten größtenteils in virtuellen oder hybriden Settings, beschäftigen uns aber immer noch zu wenig mit den Auswirkungen des „new normal“ auf die Zusammenarbeit.

Nach einer anfänglichen Euphorie darüber, dass auch digitale Zusammenarbeit produktiv funktioniert, folgt in vielen Unternehmen die Ernüchterung: die Produktivität sinkt, die Motivation leidet und das Stresslevel steigt. Studien zeigen außerdem, dass die Innovationskraft sinkt und der berufliche Wechselwille der Mitarbeitenden stark wächst.

In diesem Vortrag erläutere ich die psychologischen Faktoren, die dazu beitragen, dass digitale Zusammenarbeit auf Dauer problematisch werden kann und beschreibe, welche Gefahren dies für Unternehmen birgt. Gleichzeitig zeige ich, mit welchen Hacks man gegensteuern kann, wie man die Produktivität von Teams aufrecht hält und warum Home Office für alle keine nachhaltige Lösung sein wird.

Referent: Dr. Ulrich Pfeiffer, ADVIA GmbH

Haka – Was Unternehmen von den Maori lernen können Old culture statt New work (11:35-12:20)

In ihrem Vortrag entführen Euch Dr. Rebecca Burke und Nicolas Korte in die faszinierende Welt Neuseelands und der Kultur der Maori.

Unter dem Motto „Old culture statt New work“ zeigen sie, was Unternehmen und auch westliche Gesellschaften von den Maori lernen können.

Erfahrt und spürt die Bedeutung des Haka als Ausdruck und Fokuspunkt des kulturellen Selbstverständnis eines faszinierenden indigen Volkes und taucht ein in die Welt von Whakapapa, Pepeha, Mana, Kaitiakanga, Tane Mahuta, Whanau und Whahine.

Der Vortrag zeigt auf, dass vieles von dem, was wir heute unter modernen oder agilen Organisationsformen verstehen, schon jahrhundertelang da ist – wir müssen nur hinschauen.

Referent*innen: Nicolas Korte, Verbündeter für Veränderung & Dr. Rebecca Burke, Ruhruniversität Bochum

Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel (14:40-15:25)

Agile in der IT ist Community, ein alter Hut. Wir wissen, was wo und wie funktioniert! Die Pfade sind ausgetreten, die Good Practices hinlänglich bekannt.

Aber was ist mit Hardware, Produktion, R&D, Kundenservice oder anderen Bereichen jenseits der IT? Was ist, wenn es wenig bis keine Beispiele oder Vorbilder gibt, an denen man sich orientieren kann? Was, wenn ich der Pionier bin, der mit der Machete in der Hand den Weg durch den Dschungel schlagen muss …

Welche Probleme können agile Herangehensweisen lösen und welche nicht? Welche Fragen sollte ich mir vor der Expedition stellen und idealerweise eine gute Antwort finden? Womit fange ich überhaupt an? Welche Rahmenbedingungen sollte ich schaffen? Welche Stolpersteine gibt es? Welche Missverständnisse sollte ich frühzeitig aufklären?

Gedanken und praktische Impulse zu dem Irrglauben, Agilität als Panacea würde überall die gleiche Wirkkraft entfalten und den gleichen Nutzen stiften!

Referent: Lars Klingelhöfer, HR Pioneers

Wie arbeitet ein radikal selbstorganisiertes Team - Möglichkeiten und Grenzen (15:45-16:30)

Viele Beratungen verkaufen die agile Transformation, selbstorganisierte Teams oder flache Hierarchien ohne selbst auch nur ein Kanban Board zu verwenden. Das führt dazu, dass viele Firmen bei der konkreten Umsetzung neuer Arbeitsmodelle scheitern, weil der Übertrag der Theorie in die Praxis nicht gelingt. Wie können agile Werte authentisch vermittelt werden, wenn sie selbst nicht gelebt werden und am Ende doch immer der Chef entscheidet?

Wir von der Transformations-Beratung Chili & Change wollten schon immer die Grenzen neuer Formen der Zusammenarbeit ausloten. Radikal selbstorganisiert ist dabei unser Leitbild. Das bedeutet alle im Team sind für alle Bereiche unserer Organisation mitverantwortlich. Selbst Bereiche wie Hiring, Finance oder Strategiefindung werden von uns gemeinsam verwaltet. Wie wir dabei Rollen, Aufgabenbereiche und strukturierte Entscheidungsprozesse nutzen, um nicht im Chaos zu versinken, sondern Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen, erzählen wir in diesem Vortrag. Ein Bericht über alle Höhen und Tiefen, die sich auftun, wenn es keine Performance Review gibt, man das eigene Gehaltsmodell verhandelt und den Urlaub selbst genehmigt.

Referent*innen: Leonie Heiß & Paul Weinhausen, Chili & Change

Transformation, aber gerne doch, das ist doch Selbstverständnis (16:50-17:35)

Eine agile Transformation muss auf vielen Ebenen wirken. Agile Werte, Prinzipien und Praktiken alleine tun sich sehr schwer, wenn sich das Selbstverständnis in den "alten" Rollen nicht verändert. Was wir bei der Deutsche Post AG hier tun, verrät dieser Vortrag. Erfahrt mehr zur Rolle des Befähigers & Motivators.

Referent: Steffen Scheerer, Deutsche Post AG

Effektives Lernen im digitalen Zeitalter (17:55-18:40)

Der erste Schritt einer agilen Transformation ist das Schaffen eines Grundverständnisses von Agilität: die Werte und Prinzipien, das agile Mindset und der nötige Kulturwandel. Hier stehen Unternehmen, Teams, Mitarbeiter und insbesondere Führungskräfte aber oftmals vor großen Herausforderungen.
Beispielsweise ist es schwierig, für viele Personen passende Schulungen zu organisieren und sich dabei innerhalb eines Kostenrahmens zu bewegen. Wenn viele Schulungen von verschiedenen Anbietern durchgeführt werden, kann außerdem nur schwer gewährleistet werden, dass eine konsistente Botschaft kommuniziert wird.

Hier kommt das Corporate Learning Program von agile42 ins Spiel: Wir haben einen Weg gefunden Schulungen effektiv zu skalieren. Dabei greifen wir auf eine große Bibliothek an digitalen Lerninhalten zurück und gehen dennoch auf kundenspezifische Bedürfnisse ein. Die entstehenden Lernprogramme sind interaktiv gestaltet und erlauben es den Teilnehmern im eigenen Tempo nachhaltige Lernfortschritte zu erzielen.

Referent*innen: Ninja Granzow & Simon Sablowski, agile42

Kai Brausewetter

Kai Brausewetter gestaltet aktuell die agile Transformation innerhalb der TUI - mit Fokus IT, aber ausdrücklich nicht darauf begrenzt - begleitet Teams in die Selbstorganisation, unterstützt bei der Skalierung und agiert als Sparringspartner für das Management - crossfunktional, international, verteilte Standorte.
Zuvor war er als Scrum Master und Product Owner tätig, sowie auch in klassischen Führungspositionen.
Eine besondere Leidenschaft hat er für das Gestalten von wirkungsvollen Meetings.

Kai Brausewetter

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