Moderation von Janna Philipp
Track "Culture & Collaboration"
Deutschland braucht eine starke Schiene: Wie wir von innen heraus transformieren (10:30-11:15)

Wir im Unternehmen haben es nicht leicht. Wir sollen agil werden, New Work machen, achtsamer werden, Führung neu denken und jede Menge neue Tools und Methoden erlernen. Aber wie kommen wir dorthin? Wie werden wir beweglich? Wie kriegt man ein agiles Mindset in eine ganze Organisationseinheit? Jedenfalls nicht mithilfe von allwissenden Beratern, die selbst noch nie in einer agilen Organisation gearbeitet haben. Was wirklich funktioniert: Wenn WIR selbst zu Transformationsexpertinnen und Experten werden. Das nötige Wissen dazu liegt zu 99% bei uns in der Organisation. Alles was es braucht ist ein Framework, das selbst agil gestaltet und gleichzeitig klar strukturiert ist. Mit genügend Freiräumen für die individuellen Bedürfnisse unserer Organisation. Ein iterativer Prozess, der Loop für Loop agile Transformation möglich macht. In unserem interaktiven Vortrag nehmen wir euch mit auf unsere gemeinsame Reise zu einem schlagkräftigen Team. Wir zeigen euch, wie wir selbst im CIO/CDO Bereich von Station&Service die Transformation gestalten und teilen unsere Herausforderungen auf dem Weg in Richtung Selbstorganisation.

Referenten: Hendric Moster & Michael Otto, DB Station & Service AG

Die Karten auf den Tisch legen - kollegiale Beziehungen mit dem Kollegometer verbessern (11:35-12:20)

Wie können wir Teams und Organisationen dabei helfen, kollegiale Beziehungen einzuschätzen, zu analysieren und zu verbessern? Mit dieser Frage möchten wir uns in unserem Vortrag „Die Karten auf den Tisch legen - kollegiale Beziehungen mit dem Kollegometer verbessern“ beschäftigen. Dabei möchten wir den Teilnehmern Erkenntnisse zur Zusammenarbeit von Teams näherbringen, Beispiele und Best Practices aus unserer langjährigen Coaching- und Beratererfahrung diskutieren sowie ein Tool zur spielerischen Aufarbeitung und Analyse der Beziehungen vorstellen.

Bevor wir in die Funktionsweise des Tools eintauchen, möchten wir mit den Teilnehmern die Rahmenbedingungen für den Einsatz des Tools und die Beschäftigung mit kollegialen Beziehungen besprechen. Hierbei gehen wir auf die Relevanz von Psychologischer Sicherheit im Team ein, um sich überhaupt über die verschiedenen und möglicherweise konfliktreichen Beziehungsverhältnisse offen und sicher auszutauschen.

Mit unserem eigens entwickelten Tool, dem „Kollegometer“ schaffen wir einen Rahmen, um sich im Team über die bestehende Beziehung bzw. die Wahrnehmungen derselben auszutauschen. Die zugrundeliegende Annahme für den Kollegometer ist, dass Kommunikation immer auf mindestens zwei Ebenen stattfindet: auf der Sympathieebene und auf der Inhalts- und Kontextebene. Auf diesen beiden Dimensionen wird die Beziehung zu einer Kollegin mit dem Kollegometer mittels verschiedener Typen und Szenarien eingeschätzt. Aus der Kombination der beiden Einschätzungen erlaubt der Kollegometer die Bestimmung der Beziehungsqualität und kann Hinweise für das weitere Miteinander geben. Die Einschätzungen beziehen sich immer auf beide Richtungen einer Beziehung zwischen zwei Kollegen, d.h. dass sie auch voneinander abweichen können.

Mit den Teilnehmern spielen wir diese Dimensionen durch und erarbeiten Lösungsansätze für den Umgang mit schwierigeren Beziehungskonstellationen. Denn wenn eine konfliktreiche Beziehung oder Konfliktpotential erkannt wird, kann man mit verschiedenen Praktiken die unterschiedlichen Dimensionen von Kontext und Sympathie aufarbeiten. Dialog und Mediationstechniken eignen sich dabei Struktur in die Auflösung von Problemen, Missverständnissen oder Meinungsverschiedenheiten zu bringen bzw. diese Situationen vorzubeugen. Das Aufrechterhalten und Verbessern von kollegialen Beziehungen ist elementar für die Zusammenarbeit von Teams – für Wissensaustausch, Innovation und Motivation. In unserem Vortrag möchten wir den Teilnehmern wertvolle Tipps und Herangehensweisen mit auf den Weg geben um ihre kollegialen Beziehungen zu pflegen.

Referent: Christian Brosig, brainspire

Leadership Sprint - Scrum & Coaching im Doppelpass (14:40-15:25)

Scrum ist als Framework vor allem aus der digitalen Produkt- und Softwareentwicklung kaum noch wegzudenken, um komplexe Aufgabenstellungen zu meistern.

Aber Scrum kann noch mehr!

Dieses Framework eignet sich ebenfalls, um eine Struktur in einen Coaching-Prozess zu bringen - mit modifizierten Scrum-Events.

Der Leadership Sprint bildet das Herzstück, um den sich alles dreht.
Eine mehrwöchige Zeitspanne, in dem Raum für neue Experimente zu Führungs- und Verhaltensveränderungen sowie zum Ausbau neuer Fähigkeiten geschaffen wird.

Aber bevor der Startschuss für den ersten Sprint fällt, gilt es ein Saisonziel zu definieren und ein Trainingsprogramm mit Themen zur persönlichen Weiterentwicklung z.B. basierend auf persönliche Stärken und Schwächen initial zu erstellen. Dieses Trainingsprogramm bildet sich in einem dynamischen Backlog ab und zahlt auf das Saisonziel ein.

Wie bei Scrum üblich, startet der Leadership Sprint mit der Planung. Hier werden aktuelle Problemstellung, Herausforderungen aus dem oberen Bereich des Backlogs diskutiert und angestrebte Experimente bzw. Maßnahmen und deren konkrete To-Dos zur persönlichen Weiterentwicklung eingeplant.
Zur Umsetzung der konkreten Aufgaben bleiben max. 4 Wochen, an denen mit starker Fokussierung gearbeitet wird. Am Ende des Sprints wird über den Erfolg der Maßnahmen und das Feedback reflektiert sowie über die Integration in den Arbeitsalltag. Den Abschluss bildet die Analyse über die Verbesserungen und der weiteren Umsetzung im nächsten Sprint - im Sinne eines Reviews und einer Retrospektive. Der Zyklus startet wieder mit einer neuen Planung von vorne, ganz nach dem alten Fußballmotto von Sepp Herberger, "nach dem Sprint ist vor dem Sprint".

Erfahren Sie in diesem Vortrag, wie Führungskräfte, die Personalentwicklung HR oder agile Master mit Leadership Sprints als iteratives Modell zur persönlichen Weiterentwicklung von Menschen in agile Strukturen integriert werden können.

Andreas Becker verbindet auch hier wieder seine Leidenschaft zum Team-Sport und überrascht mit zahlreichen Parallelen zum runden Leder.

Referent: Andreas Becker, COMPLEXcellence AG

Lernreise: Von der Unternehmensdemokratie zu einem agilen Netzwerk (15:45-16:30)

Haufe-umantis hat mit der Unternehmensdemokratie gezeigt, dass sie Dinge anders denkt. Das Software-Unternehmen ist Vorreiter im Bereich New Work und heute komplett agil aufgestellt. Eine mitarbeiterzentrierte Unternehmenskultur und agile Führung bestimmen den Alltag des Unternehmens. Wie nachhaltig und systematisch die Team Performance, Zufriedenheit und Engagement von Teams sichergestellt werden kann, erfahren Sie in diesem Erfahrungsbericht.

Referent: Axel Singler, Haufe-umantis AG

Story of Coach K. – eine Geschichte darüber wie ich mich selbst als Chef wegrationalisiert habe (16:50-17:35)

Ich bin seit 12 Jahren Chef. Chef-Entwickler, Abteilungsleiter Entwicklung und Systeme und schließlich Unit Director.

Irgendwann, wir schreiben das Jahr 2014, haben wir in der IT-Abteilung uns entschieden auf den agilen Zug aufzuspringen und Scrum einzuführen. Wir dachten, Professional Scrum Developer Zertifikat für alle und die Sache läuft. Weit gefehlt natürlich. Die Kollegen fanden es seltsam plötzlich in 2 Wochen-Zyklen abzuliefern. Die Unternehmensführung fand es nicht so cool, wenn das Team nur alle 14 Tage was Neues angehen kann.

Ich aber war gefangen – Agile war meine neue Passion und die Art wie ich in Zukunft arbeiten wollte. Das war der Moment, in dem ich nicht mehr Leiter sein wollte. Kein Abteilungsleiter, kein Unit Leiter. Ich wollte meine Mitarbeiter führen –in dem ich voranging, um denen zu zeigen, wie die Arbeit der Zukunft aussehen kann.

Das ist eine Geschichte darüber, wie ich von einem Leiter zu einem Coach wurde. Dies ist eine Geschichte darüber, wie ich meinen Mitspielern zu mehr Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit geholfen habe.

Das ist eine Geschichte wie ich mich als Chef überflüssig gemacht habe.

Referent: Zeljko Kvesic, mission one GmbH

Ökosysteme erfolgreich durch Agilität (17:55-18:40)

Ökosysteme, als Zusammenschluss verschiedener Unternehmen, zum gemeinsamen Erfolg, sind der aktuelle Trend, speziell auch im Bereich der Digitalisierung. Dabei stellt sich natürlich immer wieder die Frage wie kann ich mit so vielen Partnern und Stakeholdern zusammen das Ökosystem entwickeln und betreiben? Hierbei spielt Agilität in beiden Fällen eine wichtige Rolle, da auch die Ökosysteme der schnelllebigen Zeit unterworfen sind und sich immer wieder weiterentwickeln müssen. Dabei spielt speziell das Thema der Kollaboration die entscheidende Rolle. Wie kann ein agiles Kollaborations-Modell in Ökosysteme aussehen?

Referentin: Prof. Dr. Philipp Diebold, Bagilstein GmbH

Janna Philipp

Der Motor? Die digitale Organisationskultur - wo Menschen gemeinsam Großartiges leisten, auf Veränderungen reagieren, Chancen wahrnehmen und die Zukunft gestalten!! Ich glaube daran, dass Organisationen überlebensfähiger sind und Vorsprung erzeugen, wenn sie Wert auf eine moderne Zusammenarbeit, Unternehmens- und Führungskultur legen, in der sich die Mitarbeitenden entfalten und gegenseitig motivieren. Noch während des Studiums landete ich in der IT-Branche – und war sofort fasziniert von den Arbeitsweisen, die den Menschen in den Fokus setzten, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie persönliche und teambasierte Entfaltung fördern. Der Wunsch, mich persönlich und beruflich immer weiterzuentwickeln und mich neuen Herausforderungen zu stellen, hat mich schon immer angetrieben. Heute gebe ich diese Leidenschaft für lebenslanges Lernen, Teamentwicklung, Agilität, Persönlichkeitswachstum und die Fokussierung auf den Menschen als Agile Coach & Senior Consultant bei der esentri AG weiter. Mit viel Leidenschaft, neuen Impulsen und Inspiration, sowie einer systemischen Sicht auf die Dinge, entwickeln wir gemeinsam innerhalb des Geschäftskreises „Digitale Kultur“, Organisationen, Teams und Menschen bei unseren Kund*innen. Für eine nachhaltige Zukunft!

Janna Philipp

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